Der letzte Morgen bricht an. Noch einmal frühstücken, zum allerletzten Mal Koffer packen und Abschied nehmen von der Felsenstadt.
Bevor wir Matera endgültig den Rücken kehrten, schlenderten
wir noch ein letztes Mal durch die Sassi, um die einzigartige Kulisse
tief einzusaugen und die Höhle San Giorgio zu besuchen. Hier war eine Kirche
die San Giorgio, eine große Zisterne, eine Wohnung und eine Olivenölmühle und später Weinkeller.
Auf dem Weg Richtung Norden machten wir noch einen Stopp bei
der spektakulären Ponte Acquedotto sul torrente Gravi. Die gewaltige Aquädukt-Brücke, die sich kühn über die tiefe Schlucht spannt,
ist als Fotomotiv oder als James Bond Kulisse einfach eine Wucht – selbst bei
verhangenem Himmel!
Doch die Apulien-Küche hatte wettertechnisch noch ein
kräftiges Final-Schmankerl auf Lager: Der Himmel öffnete alle Schleusen, und es
schüttete auf der Fahrt nach Bari wie aus Eimern.
Kurz vor dem Ziel dann der Klassiker: Eine Unterführung
komplett ersoffen, Sperre, nix geht mehr! Die Uhr tickte unerbittlich, und der
Flug rückte in greifbare Nähe. Aber Vorsicht geht bekanntlich vor – also Umweg
fahren, kühlen Kopf bewahren und Meter für Meter dem Flughafen entgegenkämpfen.
Und siehe da: Alles ging gut aus!
Was danach folgte – der ganze Trubel rund um Flughafen,
Sicherheitskontrollen, Boarding und das Fliegen an sich –, war gelinde gesagt gelinde
unwürdig. Ein ständiges Hetzen, Warten und Verwalten.
Umso schöner war der Moment, als sich die eigene Wohnungstür
wieder öffnete. Wenn man nach all den Schritten, Felsen, Kathedralen, Trullo,
Höhlen und Unterkünfte mit wenig natürlichem Licht… die eigenen vier Wände
betritt und nur noch sagen kann: Ich habe dich so vermisst!
Eine fantastische Reise geht damit zu Ende. Es war ein
wunderbarer Ausflug durch Apulien und die Basilikata!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen