Heute war Matera eher Kategorie „Waschküche“: Strömender
Regen, nasse, rutschige Pflastersteine und ein wunderbar planloses Umherirren
durch die klammen Gassen. Aber wie heißt es so schön? Fürs Wetter bin ich
schlichtweg nicht zuständig!
Robert und ich hatten im Nachhinein wahnsinniges Glück mit
unserem Timing: Gestern
die Führung unter Wolken aber ohne Regen gemacht zu haben, war gold
richtig. Und
vor allem: Ein paar Tage hier zu bleiben und nicht nur einen raschen
Tagesausflug zu machen, rettet uns jetzt die Laune.
Dem Regen trotzen lässt sich glücklicherweise auch unter der
Erde: Wir haben die große Zisterne (Palombaro Lungo) unter der Piazza
Vittorio Veneto besucht.
Was für ein gigantisches Bauwerk! Wenn man dort unten auf
den Stegen steht, schaut das Ganze nicht wie ein schlichtes
Wasserspeicher-Becken aus, sondern wirkt wie eine gewaltige,
ehrfurchtgebietende Höhlenkathedrale. Ein absolut magischer Ort, der einen das
Schmuddelwetter draußen sofort vergessen lässt.
Später habe ich die Zeit noch genutzt, um ein paar kleine
Geschäfte abzuklappern – was allerdings im knisternden Regenponcho nur bedingt
Freude macht.
Nun sitzen wir entspannt im Apartment bei Kunstlicht und
ohne Aussicht. Es ist eben, wie es ist. Oder wie schon der Herr Karl beim
Qualtinger so treffend philosophierte: „Wann mi des Reisebüro net vermittelt
hätt...“
Morgen sieht die Welt (und Matera) hoffentlich wieder etwas
trockener aus. Die Fahrt zum Flughafen wünsche ich mir trocken.
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