Freitag, 30. Oktober 2026

Matera im Regen: Kunstlicht, Qualtinger & die Zisterne weit unter der Erde

Heute war Matera eher Kategorie „Waschküche“: Strömender Regen, nasse, rutschige Pflastersteine und ein wunderbar planloses Umherirren durch die klammen Gassen. Aber wie heißt es so schön? Fürs Wetter bin ich schlichtweg nicht zuständig!
Robert und ich hatten im Nachhinein wahnsinniges Glück mit unserem Timing: Gestern die Führung unter Wolken aber ohne Regen gemacht zu haben, war gold richtig. Und vor allem: Ein paar Tage hier zu bleiben und nicht nur einen raschen Tagesausflug zu machen, rettet uns jetzt die Laune.

Dem Regen trotzen lässt sich glücklicherweise auch unter der Erde: Wir haben die große Zisterne (Palombaro Lungo) unter der Piazza Vittorio Veneto besucht.
Was für ein gigantisches Bauwerk! Wenn man dort unten auf den Stegen steht, schaut das Ganze nicht wie ein schlichtes Wasserspeicher-Becken aus, sondern wirkt wie eine gewaltige, ehrfurchtgebietende Höhlenkathedrale. Ein absolut magischer Ort, der einen das Schmuddelwetter draußen sofort vergessen lässt.
 
 
 
 
 
Später habe ich die Zeit noch genutzt, um ein paar kleine Geschäfte abzuklappern – was allerdings im knisternden Regenponcho nur bedingt Freude macht.
Nun sitzen wir entspannt im Apartment bei Kunstlicht und ohne Aussicht. Es ist eben, wie es ist. Oder wie schon der Herr Karl beim Qualtinger so treffend philosophierte: „Wann mi des Reisebüro net vermittelt hätt...“
 
Morgen sieht die Welt (und Matera) hoffentlich wieder etwas trockener aus. Die Fahrt zum Flughafen wünsche ich mir trocken.

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