Montag, 26. Oktober 2026

Nach Otranto: pfeifender Wind, geschlossenen Türen und dem Rätsel auf dem Boden

Am Weg zum Parkplatz, am Theater vorbei, stand die Türe offen und eine Reisegruppe besichtigte das Theater. Robert und ich gingen mit und schossen auch ein paar Fotos.
 
 
 
 
 
 
Heute ging es an die Ostküste nach Otranto – die östlichste Stadt Italiens!
Erster Stopp war das gewaltige Castello Aragonese. Ich habe schon für weniger Eintritt viel mehr bekommen. Egal es ist Urlaub.
 
 
 
 
 
            
 
  
Otranto selbst präsentiert sich als wunderbar lebendige Küstenstadt. Es pfeift der Wind, und im Hafen schaukeln die privaten Segel- und Motorboote wild im türkisblauen Wasser, während weit draußen am Horizont die mächtigen Güterschiffe vorbeiziehen.
 
  
Dann ging es zielstrebig Richtung Kathedrale (Cattedrale diSanta Maria Annunziata). Laut Internet sollte sie um 13:00 Uhr schließen – wir kamen überpünktlich um 12:29 Uhr an, nur um vor verschlossener Tür zu stehen. Die apulische Mittagspause beginnt im Herbst eben spontan um 12:30 Uhr!
 
 
Da der Eintritt ohnehin kostenlos ist, gab es keinen Grund zur Eile. Die dreistündige Pause überbrückten wir in einer gemütlichen Osteria bei exzellenter Verpflegung: köstliche Pasta mit zarten, kleinen Tintenfisch-Stücken und einem Insalata mista. So lässt sich die italienische Pausa mehr als gut aushalten! 
 
 
 
Um 15:00 Uhr ging das Warten zu Ende. Allerdings verlangte der Parkschein nach Verlängerung – Robert opferte sich tapfer, marschierte zurück zum Auto (fürs Nickerchen) und überließ mir die Erkundung der Kathedrale.
 
Und das Warten hat sich mehr als gelohnt: Der gesamte Kirchenboden ist von einem gigantischen Bodenmosaik aus dem 12. Jahrhundert bedeckt!
  • Der Baum des Lebens: Das Mosaik erstreckt sich wie ein riesiger Teppich durch das Hauptschiff. Es zeigt einen gewaltigen Lebensbaum, in dessen Ästen sich die seltsamsten Geschichten verweben.
  • Mythen-Mix vom Feinsten: Neben biblischen Szenen wie Noahs Arche und Adam und Eva findet man dort Fabelwesen, Einhörner, die Monatszyklen und – man glaubt es kaum – sogar König Artus und Alexander den Großen!
 
 
       
 
 
 
in der Krypta:
 
 
 
 
 
Es ist wie ein mittelalterliches Comic-Buch aus Millionen kleiner Steinchen, in dem man sich stundenlang verlieren könnte.
 
        
 
 
 
 
 
 
Fazit: Otranto bietet die perfekte Mischung aus Meerbrise, Pasta-Genuss und verblüffender Geschichte. Ein absolut gelungener Ausflug!

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